Panel Discussion
Montag, 01. Dezember
18:10 - 19:00
Live in Berlin
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Die digitale Transformation, der steigende Innovationsdruck sowie der zunehmende Anspruch an nachhaltige Produkte stellen das Produktmanagement im Maschinen- und Anlagenbau vor komplexe Herausforderungen. Der Einsatz von Big Data, die Anpassung an volatile Märkte und die Einführung agiler Strukturen sind zentrale Themen. Gleichzeitig rückt die Integration von Nachhaltigkeitszielen immer stärker in den Fokus: Wie gelingt es, ökologische Verantwortung, technische Exzellenz und wirtschaftliche Zielsetzungen in Einklang zu bringen? In dieser Session diskutieren erfahrene Industrievertreter, welche konkreten Strategien erfolgreich sind – und welche neuen Denkansätze es braucht, um Produktmanagement zukunftsfähig aufzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Balance zwischen Produkt- und Projektgeschäft bei hohem Kundenindividualisierungsgrad: Bleibt das aktuelle Rollenverständnis tragfähig? Folgende Fragen werden diskutiert:
Auf meiner Visitenkarte steht: Business Development Manager. Aber das ist wohl falsch. Tatsächlich daraufstehen müsste, das meinte einer meiner Klienten: "Kundenversteher." Das war wohl das bisher größte Kompliment für das, was ich beruflich tue. Mit gut 35 Jahren Erfahrung im Umfeld von Engineering-Software - PLM und Datenmanagement, MBSE und Produktarchitekturen - bilde ich mir tatsächlich ein, die Herausforderungen in der Entwicklung komplexer Produkte zu verstehen. Und mit jedem Projekt aufs Neue daran zu arbeiten, gemeinsam mit meinen Klienten Lösungen zu erarbeiten, wie sie ihren Produkterfolg nachhaltig gestalten können: Gemeinsam haben wir Großanlagen und Datencenter optimiert, Landmaschinen und Systeme für Automobile. Immer bleibt aber die Frage: Wie schaffen wir es, das in Projekten Erreichte dauerhaft im Unternehmen, den Menschen und den Prozessen zu verankern. Das hat mich in die MBSE-Welt getrieben: Methodisch und systematisch Produkte zu gestalten geht nämlich so. Meine aktuelle Mission: Die modellbasierte Produktentwicklung in Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus zu tragen und dort erfolgreich umzusetzen.
The Pop in Your Job: In der Produktentwicklung stellen wir weithin die gleichen Fragen. Sie lassen sich so zusammenfassen: Wie können wir trotz steigender Komplexität und Volatilität bessere Produkte entwickeln? Die Antworten, die wir geben, ändern sich jedoch beständig. Diese neuen Antworten zu finden: Das ist es, was mich antreibt.
Franz Heigl ist seit 2024 Leiter Digitalisierung und Produktionssystem bei der BMW Group. In dieser Rolle verantwortet er die digitale Transformation an mehreren zentralen Fertigungsstandorten wie München, Landshut und Dingolfing. Sein Fokus liegt auf der strategischen Integration digitaler Technologien, der Skalierung von KI-Anwendungen in der Komponentenfertigung sowie dem weiteren Ausbau schlanker, datenbasierter Produktionssysteme. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung innerhalb der BMW Group – unter anderem in leitenden Positionen in Logistikplanung, Strukturintegration und Innovationsmanagement – bringt Heigl tiefgreifendes Know-how in Lean Management, Smart Factory und digitaler Produktionssteuerung mit. Er hat Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule München studiert.
Josef Kriegmair arbeitet als Repräsentant Industrialisierung Produktionssysteme bei MTU Aero Engines AG im Center Enablement. Von 2010 bis 2021 war seine Hauptaufgabe das Entwickeln und Implementieren von digitalen Prozessketten für die Organisationseinheit Turbinenschaufeln und Struktur-Bauteile. Vorher war er verantwortlich für die CAD-Methodenentwicklung der Fertigung inklusive notwendiger PLM-Funktionen für die CAD-Daten. Bei der Organisationseinheit Technologieentwicklung Fertigung / Triebwerksinstandsetzung leitete er Technologieprojekte. Er war involviert bei der Einführung von SAP und dem CAQ-System des Unternehmens während seiner Tätigkeit in der Logistik des Centers Turbinenschaufeln. Im Jahr 1991 begann er bei der Motoren- und Turbinen Union in der Maschinenbeschaffung und Produktionstechnik. Josef Kriegmair verfügt über ein abgeschlossenes Studium Maschinenbau Fokus Produktionstechnik und eines in Wirtschaftsingenieurwesen mit den Schwerpunkten Projekt- und Technologiemanagement.
Michael Mühlögger ist ein erfahrener Technologie- und Business-Experte mit über 30 Jahren Berufserfahrung in der Elektronik- und Messtechnikbranche. Nach dem Abschluss seines Dipl.-Ing.-Studiums in Elektrotechnik und Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Graz begann er seine Karriere als ASIC-Designer bei STMicroelectronics in Deutschland. Es folgten vier Jahre als Director R&D bei CISS Consulting in Graz, bevor er 1997 zu AVL wechselte. Dort übernahm er zunächst die Rolle des Global Product Managers, später die Koordination im globalen Produktmanagement. Seit 2007 ist er als Global Business Unit Manager tätig. In dieser Funktion verantwortet er die strategische und technologische Ausrichtung eines internationalen Geschäftsbereichs und treibt die Entwicklung innovativer Lösungen für den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Automobilindustrie voran. Mühlögger versteht technologische Herausforderungen stets als Chance zur Weiterentwicklung – für Produkte, Unternehmen und Märkte.
The Pop in Your Job:
Geopolitische Veränderungen sowie unterschiedliche Anforderungen in internationalen Märkten bringen ständig neue Veränderungen und Herausforderungen in meinen Berufsalltag. Gleichzeitig ist das auch der Reiz und die Genugtuung niemals still zu stehen und seinen Erfahrungsschatz ständig zu erweitern. Aber besonders interessant ist der tägliche Umgang mit den vielfältigen Mitarbeitern, aus unterschiedlichen Kulturen, mit unterschiedlichen Hintergrund und Erfahrungen und mit anderen Denkmustern.